Was ist ein roter Faden im Lebenslauf?

24.04.2023

Vielleicht kennst Du das: Du möchtest ins Consulting (Alternativ auch IB), am besten MBB (oder Bulge Bracket) und willst sicherstellen, dass Du alles dafür tust, um bei der Bewerbung besser als die anderen zu sein. Die Boutique wird als Praktikum gepriesen und irgendwie auch das Audit. Vielleicht kursieren Listen mit Unternehmensbewertungen, bei denen Du weißt, welche Unternehmen für Dich in Frage kommen.

Und dann hörst Du vom roten Faden im Lebenslauf. Kritisch überprüfst Du Deinen eigenen Lebenslauf, hat er diesen roten Faden? Was ist mit dem Praktikum im zweiten Semester – das fällt etwas raus, ist das schlimm? Hast Du nun alle Chancen verspielt?

Was bedeutet „der rote Faden“?

Der rote Faden im Lebenslauf ist das Thema, das sich durch die verschiedenen Stationen zieht und auf ein langfristiges Ziel hindeutet. Dieses gemeinsame Thema kann sehr unterschiedlich sein. Vielleicht zieht sich Consulting durch all Deine Praktika und Deine Extracurriculars. Es kann aber auch sein, dass Du ein großes Interesse für Gaming hast und sich dies in der Wahl der Unternehmen oder Positionen widerspiegelt. Vielleicht planst Du Dich später selbstständig zu machen und benötigst dafür verschiedene Fähigkeiten, die Du durch Praktika gezielt aufbaust. Wichtig ist, dass Du die Stationen auf Deinem Lebenslauf gut argumentieren kannst.

Hat man Nachteile, wenn man Praktika zur Berufsfindung nutzt?

Selten wissen Studierende ganz genau, was sie langfristig machen wollen – dies liegt auch daran, dass sie die Jobs nur von außen kennen und nicht mehrere Jahre darin gearbeitet haben. Daher ist es selbstverständlich, dass die Praktika immer auch Tests sind – macht es im Consulting mehr Spaß oder im Investment Banking? Liegen einem Konzernkarrieren mehr oder die Startup-Welt? Und zu einem gewissen Grad ist ein Austesten auch immer sinnvoll, allerdings gibt es auch einiges zu beachten.

Was muss bei der Wahl der Praktika beachtet werden?

Praktika bieten nicht nur die Möglichkeit, in bestimmte Bereiche zu schnuppern, sondern auch Fähigkeiten aufzubauen und zu vertiefen. Wir vergleichen es oft mit Leitern. Ganz oben ist das langfristige Karriereziel, aber um dieses zu erreichen, muss man die Sprossen der Leiter aufsteigen. Es geht nicht primär darum, dass man sich von weniger prestigereichen Unternehmen zu prestigereicheren hocharbeitet, sondern dass man auf dem Weg zusätzlich bestimmte Fähigkeiten aufbaut, um für höhere Praktika oder Positionen in Frage zu kommen. Auch wenn Du in verschiedene Bereiche schnupperst, kannst Du somit die Praktikaleiter aufsteigen, wenn Deine Fähigkeiten gezielt aufgebaut werden.

Wie kann man herausfinden, was man möchte?

Je früher Du weißt, in welche Richtung (und hier genügt auch nur die grobe Richtung) Du gehen möchtest, desto eher und schneller erreichst Du Dein Ziel. Hier gilt es sich Dein komplettes Leben genauer anzusehen. Was interessierte Dich immer schon und welche Artikel liest Du besonders gerne? Womit könntest Du Dich stundenlang beschäftigen und welche Themen können andere von Dir nicht mehr hören, weil Du non stop darüber berichtest? Diese Antworten können Dir helfen, Karriereziele zu finden.

In unserer Karriereorientierung (auch oft in der Karriereplanung) versuchen wir herauszufinden, was unsere Klient*innen bewegt und womit sie gerne ihre Zeit verbringen. Einerseits sind sie in diesen Bereichen besser als andere und damit insgesamt erfolgreicher und andererseits sollte Karriere auch Spaß machen.

Übrigens: man kann sehr viele Interessen mit prestigereichen Wirtschaftskarrieren verknüpfen.

Wie ist man besser als die Konkurrenz?

Indem man anders ist. Im Internet hört man immer wieder von „sicheren“ Wegen, die alle definitiv ans Ziel führen. Sorry, aber das kann man heute nicht mehr garantieren. Die Anzahl der Studierenden, die in die gleichen Positionen wollen, wird immer größer und durch das Internet und bestimmte Anbieter werden bestimmte ausgetrampelte Praktikapfade gepriesen, die zig Studierende ausführen und nachmachen. Diese Studierenden haben nach einigen Semestern ähnliche Lebensläufe, die sich nur minimal unterscheiden und bewerben sich auf die gleiche Stelle. In den Lebensläufen findet sich selten Individualität und Drive, oft fehlt auch Zielstrebigkeit. Liegen nun 100 ähnliche Bewerbungen auf dem Tisch der HR-Abteilung für eine Stelle, geht es um Nachkommastellen in der Note oder kleine Distinktionsmarker.

Um hier mehr Chancen zu erhalten, ist es sinnvoll, sich individueller aufzustellen und die eigenen Interessen konkret zu verfolgen. Denn auch wenn das Zielunternehmen nicht klappen sollte, hat man einen Lebenslauf, der einen durch die Beachtung eigener Interessen früher oder später an interessante Optionen bringt.

Wenn man Unterstützung dabei braucht?

Falls Du somit Unterstützung benötigst, helfen wir Dir

Wir helfen bei dem Finden eigener Karriereziele mit der Karriereorientierung oder planen gemeinsam kluge Schritte, damit Du Dich bei zukünftigen Bewerbungen von anderen abheben wirst in der Karriereplanung.

Und wenn Du Hilfe bei den Bewerbungsunterlagen benötigst, stehen wir Dir gerne zur Seite.

Der rote Faden im Lebenslauf macht vielen Studierenden Angst. In Foren wie WiWtreff oder Studydrive diskutieren Studenten und Studentinnen darüber, wie sie einen roten Faden im Lebenslauf erreichen können. Viele Studenten und Studentinnen fragen sich, welche Praktika sie wann machen müssen und welche Unternehmen sie wann anschreiben sollten. Die Wahl der außer universitären Engagement spielt auch bei dem roten Faden eine große Rolle. Wenn man ins Consulting möchte, muss man ein Praktikum im Audit machen? Ist es sinnvoll, in Boutiquen zu gehen oder ist es besser, in bekannten Unternehmen Praktika zu machen?

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